Die Walnuss: warum sie 2000 Jahre lang als Götterspeise und Nahrung für den Geist galt
Brechen Sie eine Walnuss in zwei Hälften - und Sie sehen zwei Hälften, die den Hälften des menschlichen Gehirns verblüffend ähneln. Die Alten waren überzeugt, dass das kein Zufall ist. Und wie sich Tausende Jahre später herausstellte, hatten sie in mancher Hinsicht recht.
Warum nannten die alten Römer diese Nuss «Eichel des Jupiter» und servierten sie nur bei den Festen der Vornehmen?
Die Heimat der Walnuss ist gar nicht Griechenland, sondern das alte Persien, das Gebiet des heutigen Iran. Von dort reiste die Nuss über die Seidenstraße in beide Richtungen: nach Osten, nach China, und nach Westen, nach Griechenland und Rom. Die Römer schätzten sie so sehr, dass sie sie nach dem höchsten Gott benannten. Auf Latein heißt die Nuss Juglans - von Jovis glans, «Eichel des Jupiter».
Die Nuss war ein Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit: Man verschenkte sie auf Hochzeiten und streute sie bei Festen aus. Leisten konnten sie sich längst nicht alle - daher der Ruf als «Götterspeise».
Im Mittelalter gab es zudem einen kuriosen Glauben - die «Signaturenlehre»: Man dachte, wenn ein Lebensmittel in seiner Form einem Körperorgan ähnelt, dann sei es genau für dieses Organ gut. Die Walnuss mit ihren «Windungen» war ein offensichtlicher Kandidat für die Rolle der Hirnnahrung. Damals war das nur eine Vermutung. Heute hat sie unerwartet eine wissenschaftliche Grundlage bekommen - dazu aber gleich mehr.
Der Baum trägt jahrzehntelang Früchte und gibt die Ernte von Generation zu Generation weiter. Für viele Völker bedeutete es, einen Walnussbaum zu pflanzen, im wahrsten Sinne für die Enkel zu sorgen.
Warum heißt sie «Walnuss»?
Wenn die Heimat der Nuss Persien ist, woher kommt der Name? Das Wort «Walnuss» stammt vom althochdeutschen «welsche Nuss» - also «fremde» oder «romanische» Nuss, weil sie über die Römer zu uns kam. Im Westen heißt sie bis heute auch «Persische Walnuss» - das kommt der Wahrheit am nächsten.
Juglans regia - «königliche Eichel des Jupiter». So lautet der botanische Name der Walnuss auf Latein bis heute.
Warum sie so gesund ist
Die Walnuss ist ein echter Champion unter den Nüssen beim Gehalt an Omega-3 (der pflanzlichen Säure ALA). In diesem Punkt übertrifft sie Mandeln, Haselnüsse und Cashews um ein Vielfaches. Außerdem steckt in ihr einer der höchsten Antioxidantien-Vorräte unter allen Nüssen, pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und etwa 65% gesunde Fette.
Omega-3 sind genau jene «richtigen» Fette, die uns im Alltag meist fehlen. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen, deshalb bekommen wir sie nur über die Nahrung. Und die Walnuss ist eine der wenigen pflanzlichen Quellen, in der davon wirklich viel steckt.
Gerade die Kombination aus Omega-3 und Antioxidantien wird mit zwei Dingen in Verbindung gebracht: der Unterstützung der Gehirnfunktion und der Gesundheit von Herz und Gefäßen. Es zeigt sich: Die Alten lagen mit ihrer «Nahrung für den Geist» gar nicht so falsch.
Genau jene «Gehirn»-Form erwies sich als mehr als ein Spiel der Natur - moderne Studien bringen den maßvollen, regelmäßigen Verzehr von Walnüssen mit der Unterstützung der kognitiven Funktionen in Verbindung. Und die Tagesmenge ist ganz klein: eine Handvoll, etwa 30 g, oder rund 14 Hälften.
Womit kombinieren: perfekte Paare
Am besten entfaltet sich die Walnuss in Gesellschaft von Trockenfrüchten: Die Süße der Frucht gleicht die leichte Bitternote der Nuss sanft aus, und zusammen ergeben sie einen sättigenden, gesunden Snack ohne zugesetzten Zucker und unnötige Chemie. Hier sind fünf Kombinationen aus unserem Sortiment:
Auswählen und richtig lagern
Die Walnuss hat eine Eigenheit: Wegen des hohen Fettgehalts kann sie mit der Zeit bitter werden, wenn man sie falsch lagert. Ein paar einfache Regeln - und die Nuss bleibt lange frisch:
Bewahren Sie die Nüsse in einem geschlossenen Behälter an einem dunklen, kühlen Ort auf - Licht und Wärme sind ihre größten Feinde. Geschälte Kerne halten sich am längsten im Kühlschrank, und in der heißen Jahreszeit kann man sie sogar einfrieren, der Geschmack leidet nicht darunter. Und das Wichtigste - eine gute Nuss sollte frisch und leicht süßlich riechen, ohne muffigen oder «öligen» Geruch.
Jetzt ist der perfekte Moment, Ihr ideales Duett aus Nuss und Trockenfrüchten zusammenzustellen.
Walnüsse auswählenDie Walnuss ist eine der ältesten Nüsse in der Geschichte der Menschheit (7000+ Jahre), Champion beim Omega-3-Gehalt unter den Nüssen und der ideale Partner für Trockenfrüchte. Eine Handvoll am Tag - lecker und gesund zugleich.